26. Januar  

Mitgliederversammlung mit Nachwahl zum Vorstand
Gewählt wurde Ursula Pohl aus Hochstadt stellvertretende Vorsitzende

Beschluss über die Jahresrechnung 2014
und über das Jahresprogramm 2015




Ursula Pohl, 2. Vorsitzende


6. März  

 

 

 

Besuchsbegleitung für Marcelo Glass (Nachfahre der Familie Burg in Wachenbuchen) und Ehefrau Julia, angereist aus Argentinien.

Die Familie Burg wohnte in der Kleinen Hainstraße 10. Zur Erinnerung sind dort Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig gesetzt.




Marcelo Glass mit Ehefrau Julia (Buenos Aires)
und 1. Vorsitzender Begemann
vor der ehemaligen Synagoge Wachenbuchen

 


7. März  

Widmung des Vorplatzes am ehemaligen Gasthaus Frankfurter Hof nach der Dörnigheimerin Käthe Jonas, die als Mitglied der KPD seit 1933 politisch verfolgt wurde, mehrfach inhaftiert war und zuletzt im Frauen-KZ Ravensbrück (Brandenburg) Zwangsarbeit leisten musste.

Das vom Stadtverordneten Klaus Seibert initierte Gedenken wurde von mehreren Organisationen getragen und vorbereitet.

Die Widmung als Käthe-Jonas-Platz erfolgte formal durch Beschluss der Stadtverordnetenversamlung Maintal vom 8. Dezember 2014.

Der Platz ist eingetragen in das Straßenverzeichnis der Stadt Maintal und damit in Routing-Apps aufrufbar.





Käthe Jonas
(Foto aus Familienbesitz)


29. April 

"Der Jude mit dem Hakenkreuz" - Lesung von Lorenz S. Beckhardt im Historischen Rathaus Hochstadt.

Der Vater des Autors war im Ersten Weltkrieg Fliegerkamerad von Hermann Göring und hatte sein Flugzeug mit einem Hakenkreuz versehen, was seinerzeit aber noch nicht politisch verwendet worden war.

Durch glückliche Umstände konnte der Kaufmann aus einem Vorort von Wiesbaden zwar die Verfolgung und Vernichtung der hier lebenden Juden überleben, doch die Wiederaufnahme des Ladengeschäfts im Heimatort mißlang.

 

Lorenz Beckhardt bei seiner Lesung
im Historischen Rathaus Hochstadt
(Foto: MTA)


14. Juni  

Jahresfahrt zur Gedenkstätte "Point Alpha" (Geisa, Thüringen) mit anschließenden Aufenthalten in den Gemeinden Spahl und Tann in der sogenannten Kuppenrhön.

Der "Point Alpha" war in der Nachkriegszeit ein strategisch ausgewählter Beobachtungsposten der US-Armee im Grenzgebiet zur DDR.

Die Liegenschaft des US-Camps sowie die Reste der DDR-Gernzanlagen bilden eine Gedenkstätte. Neu errichtet ist ein angeschlossenes Dokumentationszentrum, verwaltet von einer zu diesem Zweck errichteten Stiftung.



Besichtigung der früheren deutsch-deutschen Grenze


4. September  

Einweihung einer Stele am Käthe-Jonas-Platz durch Rosel Vadehra-Jonas (Tochter der Käthe Jonas) nach Vorschlag eines Initiativkreises aus Brüder-Schönfeld-Forum, DGB, Ev. Kirche; Geschichtsverein Dörnigheim und anderen.

Hersteller der aus Corten-Stahl gefertigten Stele ist die Firma Ernst in Burgwald (Mittelhessen).

Die Erläuterungstafeln ermöglichen, über einen QR-Code weitergehende Informationen bei den beteiligten Stellen zu erhalten. Die Vermittlung läuft über eine Internetseite der Stadt Maintal.

 

Enthüllung der Info-Stele am
Käthe-Jonas-Platz
K. Seibert, Rosel Vadehra Jonas und H. Begemann


19.-25. September 

 

Aufführungen der Theatergruppe "TeatralnY Kvadrat" aus Minsk (Belarus)
auf Anregung der Studentin Lina Müller aus Wachenbuchen, die im Rahmen eines Projektes der Freiwilligenarbeit in Belarus tätig war.

Das dokumentarische Theaterstück "Ohne Titel …" setzt die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung durch die deutschen Besatzer in Szene.

Die Einladung der jungen Theatergruppe erfolgte aus Anlass des Internationalen Bühnenstürnmer-Festivals Maintal.

Die vom Brüder-Schönfeld-Forum und dem Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie, Regionalgruppe Rhein-Main" geförderten Aufführungen fanden im Bürgerhaus Maintal-Bischofsheim und im Internationalen Theater Frankfurt statt.




Szenenbild aus dem Theaterstück "Ohne Titel …"

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